Geschichte

Die Weberei als eines der ältesten Handwerke überhaupt hatte bereits von den alten Hochkulturen Ägyptens und Vorderasiens über China und die arabische Welt bis in das europäische Mittelalter ihren besonderen Stellenwert in der Geschichte der Zivilisationen.
Zu besonderer Bedeutung gelangte sie während der Zeit der Industrialisierung in Europa. Dieses Erbe ist auch aus unternehmerischer Sicht im Hause Arnold Kock lebendig und bildet eine wichtige Ressource im Sinne von Innovation, Fortschritt und Zukunftsfähigkeit.

 

1825

B.J. Kock gründet im nordwestlichen Münsterland die erste Nesselweberei. Das Münsterland ist das bedeutendste Textilzentrum nördlich des Mains.

1844

Der Ausbruch spontaner Weberaufstände in Schlesien bildet eine markante Reaktion auf rapides Bevölkerungswachstum und die sozialen Folgen der Industrialisierung.

1875

Eine zweite Weberei mit 33 Mitarbeitern wird nach ihrem wirtschaftlichen Zusammenbruch übernommen und in kurzer Zeit konsolidiert.

1885

Der rasante Aufstieg des Unternehmens unter Eduard Kock manifestiert sich in eindrucksvollen Zahlen: 240 Mitarbeiter, 400 mechanische Webstühle.

1914

Im 1. Weltkrieg wird die Textilproduktion durch fehlende Baumwollimporte stark eingeschränkt – man webt sogar Papier.

1927

Die Weberei wird konsequent auf Jacquard-Webstühle umgestellt. Dies ist zugleich der Startschuss zur Entwicklung von Markenartikeln.

1945

Die Kriegsschäden des 2. Weltkrieges werden beseitigt und die Produktion wird wieder aufgebaut.

1952

Neue Produktionsschwerpunkte werden auf Damaste, Drelle und Tischdecken ausgerichtet. Der Markenname Anker wird geprägt, nach einem Detail des Familienwappens von 1776.

1967

Erstmalig werden Acrylfasern bei Tischdecken eingesetzt.

1990

Das Unternehmen wird beschaffungs-, produktions- und absatzseitig verstärkt international ausgerichtet.

2003

Die Daun-Gruppe, einer der weltgrößten Textilkonzerne, beteiligt sich an der Arnold Kock Textil GmbH.